Klaus Köpke

Klaus Köpke

* 11.01.1939
† 13.11.2018
Erstellt von Neue Westfälische Zeitung
Angelegt am 17.11.2018
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Neue Westfälische

vom 24.11.2018

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Bestatterinnen Noller + Ziebell

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Nachruf Neue Westfälische

19.11.2018 um 11:53 Uhr von Neue Westfälische

Architekt der Uni und der Jahnplatz-Dächer

Gestorben: Professor Klaus Köpke prägte Gebäude in Bielefeld und engagierte sich in Beirat

Bielefeld. Seine Architektur prägte das Bielefelder Stadtbild maßgeblich mit, war aber nicht immer unumstritten. Professor Klaus Köpke war einer der Architekten der Universität und entwarf die Haltestellen-Dächer auf dem Jahnplatz. Der engagierte Architekt, Planer und Diplom-Ingenieur wirkte lange im Beirat für Stadtgestaltung mit und nahm zu aktuellen Themen in der Stadt Stellung. Jetzt ist der gebürtige Göttinger im Alter von 79 Jahren gestorben.
Nach dem Studium in München Anfang der 60er-Jahren arbeitete er im Berliner Architekturbüro Hanska an öffentlichen Bauten mit, war zudem Assistent an der Technischen Universität bei Professor Peter Poelzig. 1970 wechselte er nach Bielefeld und gewann im Team mit Peter Kulka und Katte Töpper den Planungswettbewerb für die Universität.
Ihr Bau galt als die „zweitgrößte Baustelle“ in der Bundesrepublik mit 140.000 Quadratmetern Fläche. Köpke, den ein Chronist damals mit längeren Haaren und auffälliger Brille beschrieb, war noch jung. „Mein erstes Haus, dafür vielleicht ein bisschen groß“, sagte er später. Für den „Uni-Architekten“, wie er genannt wurde, war der Bau, der ihn sieben Jahre einspannte, „der, der mir am meisten bedeutet“.
Gelobt an der Uni wurde das „hohe Maß an Funktionalität“, andere fremdelten mit dem „Betonklotz mit herben Charme“. Köpke verteidigte den Baustil: „Beton war Sprache und Ausdrucksmittel dieser Zeit. Die Uni sollte nicht aussehen wie irgendein Versicherungsgebäude.“
Zweites oft diskutiertes Projekt waren die Jahnplatz-Dächer, die er wegen der Industriearchitektur favorisierte, bei denen aber auch aus Sparzwang etwa auf Glasdächer verzichtet wurde. Immer wieder gab es Vorschläge für Alternativen. Köpke sagte aber auch, dem Jahnplatz setze die Rolle als Verkehrsknoten enge Grenzen. Der Architekt war an vielen öffentlichen Projekten beteiligt, war Preisrichter in Wettbewerben und Professor an der Fachhochschule Bochum. Zuletzt zählte er als Assoziierter zum Büro „Reicher Haase“ (Aachen, Dortmund).

Gedenkkerze

NW-Trauer

Entzündet am 17.11.2018 um 09:25 Uhr

Neue Westfälische

vom 17.11.2018