Hannelore Grabe

Hannelore Grabe

geb. Vemmer
* 30.03.1935
† 03.11.2018
Erstellt von Neue Westfälische Zeitung
Angelegt am 05.11.2018
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Neue Westfälische

vom 01.12.2018

Neue Westfälische

vom 24.11.2018

Gedenkkerze

Barbara

Entzündet am 07.11.2018 um 18:47 Uhr

Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen. Ruhe in Frieden.

Nachruf Neue Westfälische

07.11.2018 um 12:11 Uhr von Neue Westfälische

Hannelore Grabe ist gestorben
Die Brackweder Wohltäterin und Trägerin des Ehrenrings wurde 83 Jahre alt

 

Brackwede. Sie hatte ein großes Herz für Menschen, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Vor allem für Kinder und für Menschen mit Handicaps hat sie sich eingesetzt – besonders in Brackwede, aber auch darüber hinaus. Hannelore Grabe war eine umtriebige, aber bescheidene Wohltäterin. Am Wochenende ist sie im Alter von 83 Jahren gestorben. 

 

Mit ihrer „Gerd und Hannelore Grabe Stiftung“ war sie immer wieder zur Stelle, wenn Hilfe und Unterstützung gebraucht wurde – für Schulen, für Freizeiten von Müttern und Kindern oder die Ausstattung sozialer Einrichtungen. Menschen Freude zu schenken, Hoffnung zu geben und Mut zu machen – das war das Anliegen der großzügigen Gönnerin. Mit der 2003 gegründeten Stiftung hat die gebürtige Brackwederin an vielen Stellen mit großen und kleinen Spenden geholfen.

Kinder in Not?standen für sie im Mittelpunkt

Lange hat sie mit ihrem Mann Gerd – der bereits 1992 verstarb – darüber nachgedacht, was mit dem Vermögen aus Verkauf und Verpachtung der Immobilien ihres Bekleidungs- und Nähbetriebes Gratex Gutes getan werden könnte. Beide waren sich darüber einig, dass Kinder in Not dabei im Mittelpunkt stehen sollten.

Über die Stiftung und auch privat finanzierte sie unter anderem Ferienaufenthalte und Therapien für Kinder oder Spielgeräte für Tagesstätten. Häufig half Grabe auch einzelnen Kindern, ohne großes Aufheben zu machen. Persönlich begleitete sie beispielsweise Mutter-Kind-Gruppen bei Erholungsaufenthalten auf ihrer Lieblingsinsel Norderney.

Nach der Schule machte Hannelore Grabe eine Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin. Ihr Weg führte sie dann jedoch zunächst in den Betrieb ihres Vaters, das Möbel- und Bestattungshaus Vemmer. Als nach dessen Tod ihr jüngerer Bruder Manfred die Geschäfte übernahm, ging sie Ende der 1960er Jahre zu Mannesmann. Dort kümmerte sie sich unter anderem um den Export von Stahlrohren. 

Zusammen mit Gerd Grabe baute sie eine eigene Firma auf, die Bekleidung für Bundesbahnbedienstete produzierte. Nach dem Tod ihres Mannes leitete sie das Unternehmen noch vier Jahre alleine.

 

Später wurde die Firma in Steinhagen verkauft. Das Gebäude wurde umgebaut. Seit 1997 beherbergt es eine Georg-Müller-Schule. In der Grabe-Immobilie am Stadtring ist bereits seit 1988 eine Behindertenwerkstatt der von Bodelschwinghschen Stiftungen untergebracht. Hannelore Grabe gehörte dort zu den besonders gern gesehenen Gästen. 

 

Hannelore Grabe war fast fünf Jahrzehnte lang aktives Mitglied im Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt. Zudem engagierte sie sich im Verein Pro Brackwede.

 

Beim Neujahrsempfang 2009 überreichte ihr der damalige Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz den Brackweder Ehrenring. Das Schmuckstück zeigt das alte Brackweder Stadtwappen und wird an Personen verliehen, die sich in herausragender Weise um den Stadtbezirk verdient gemacht haben.

Hannelore Grabe

07.11.2018 um 12:09 Uhr von Neue Westfälische
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